ZWEISTELLIG !

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Weidaer Torejagd auf vollen Touren

SG FC Thüringen Weida – SV 1910 Kahla  11:1 (6:1)

Nach der 1:2- Niederlage im Spitzenspiel in Stadtroda waren die Grün- Weißen bis auf 2 Punkte und 5 Tore an Weida herangerückt. Die Weidaer wollten diese Niederlage gegen Kahla vergessen machen und das taten sie auf eindrucksvolle Art und Weise. Die Kahlaer sind aufgrund der  Konstellation am Tabellenende  der Verbandsliga kaum noch vor dem  Abstieg zu retten und reisten auch noch stark ersatzgeschwächt nach Weida. Aber sie traten im Gegensatz zu Stadtilm auf dem Roten Hügel an.

Der von Beginn an klar überlegene Tabellenführer lief in den ersten Minuten drei Mal ins Abseits, aber dann gelang die beruhigende Führung. Böhmes Eingabe von links veredelte Lukas Szudra zum 1:0 (10.). Dann köpfte Jagupov nach Vorarbeit von Nick Pohland und Szudra am Tor vorbei. Kahlas ersten Konter schloss Rhannai mit einem Schuss aufs kurze Eck ab, verfehlte aber das von Michael Ernst gehütete Weidaer Tor knapp. Der verletzte Penzel und Bräunlich standen nicht zur Verfügung. Ein Flachschuss von Kapitän Böhme  brachte nach 20 Minuten das zweite Weidaer Tor. Zweimal hielt Kahlas Ersatzkeeper Hölbig nun stark, zuerst gegen Szudra nach Vorlage von Leutloff und dann gegen Jagupov. Als Patrick Leutloff im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Robert Böhme den fälligen Elfmeter hoch ins linke Eck zum 3:0. Bis zur Pause fielen die Tore nun wie reife Früchte. Jagupov schaltete sich in einen Kahlaer Abspielfehler ein, spielte noch den Torwart aus und es stand 4:0. Wenig später der nächste Elfmeter, diesmal für Kahla. Rhannai war gefoult worden, Robert Winkler verwandelte zum 4:1. Als Reichelt Jagupov bediente, zeigte Hölbig die nächste gute Parade. In Minute 41 schob Leutloff nach Böhmes Vorarbeit zum 5:1 ein und in der wegen einer Trinkpause bei tropischen Temperaturen fälligen Nachspielzeit war es
wiederum Jegor Jagupov, der mit einem satten Flachschuss den 6:1- Halbzeitstand herstellte.
Nach der Pause ging die Weidaer Torejagd nahtlos weiter. Pohland gelang der nächste Treffer bei zwei guten Versuchen noch nicht, aber dann schlug der nächste platzierte Flachschuss im Gästetor ein, diesmal von Böhme. Nur eine Minute später war Szudra zum zweiten Mal im Spiel erfolgreich, Jagupov leistete die sehr gute Vorarbeit. Das 8:1 stand nicht lange auf der sonnenüberfluteteten Anzeigetafel. Leutloff traf per Freistoß den Pfosten, dann schoss Böhme zum 9:1 ein. Mitte der 2. Halbzeit wurde es zweistellig, Jagupov überwand technisch gekonnt den
Kahlaer Schlussmann. Zweimal musste nun der weitgehend beschäftigungslose Michael Ernst eingreifen Die Weidaer hatten immer noch nicht genug. Bergers Ecke köpfte Sebastian Görler aufs Tor, es gab erneut Ecke, diesmal köpfte Pohland drüber. Gerold schoss am kurzen Eck vorbei, dann verfehlte Jagupov nach Solo den Kasten. Den Schlusspunkt setzte Kapitän Robert Böhme zum 11:1- Endstand, sein fünftes Tor im Spiel und das 21. in der Saison. Jagupov, der dreimal traf, erhöhte sein Torkonto auf 15 Treffer.

Die SG Weida/ Wünschendorf liegt weiterhin 2 Punkte vor Stadtroda, das sich beim 2:0- Sieg beim Tabellendritten FC Saalfeld keine Blöße gab. Aber das Torverhältnis konnte Weida durch den Kantersieg auf +13 verbessern. Die Schützlinge von Thomas Wirth haben nun schon 90 Saisontore erzielt. Der Dritte Saalfeld liegt 20 Punkte hinter dem Spitzenreiter vom Roten Hügel. Nach der Pfingstpause steht das sehr schwere Auswärtsspiel in Ilmenau an.

Weida: Ernst; Reichelt (53. Kurz), Diepold, Ulrich, Kolnisko (62. Gerold), Berger, Leutloff (57. Görler), Szudra, Nick Pohland, Böhme, Jagupov

Kahla: Hölbig; Kämmer, Rhannai (76. Eberhardt), Schlönvoigt, Jäger, Albrecht, Koch, Robert Winkler, Stahl, Mtuka, Hort

Torfolge: 1:0 Szudra (10.); 2:0; 3:0 Böhme (20.; 34., Foulelfmeter); 4:0 Jagupov (36.); 4:1 Robert Winkler (38.; Foulelfmeter); 5:1 Leutloff (41.); 6:1 Jagupov (45.+2); 7:1 Böhme (53.); 8:1 Szudra (54.); 9:1 Böhme (58.); 10:1 Jagupov (68.); 11:1 Böhme (83.)

Schiedsrichter: Christian Bürger (Neundorf bei Lobenstein)

Zuschauer: 90

Weida, den 28.05.2017 Volker Georgius / Foto: Th. Gorlt

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