WEIDAER TOREGALA

WEIDAER TOREGALA

Vier Treffer gegen Tabellensechsten Weimar

SG FC Thüringen Weida – SC 1903 Weimar 4:0 (2:0)

Schon im Hinspiel hatte Weida beim 2:2 auf dem Weimarer Lindenberg eine starke Leistung geboten, konnte aber eine 2:0- Führung nicht ins Ziel retten. Doppeltorschütze Marc Andris gelang in der Schlussminute der Ausgleich für den SC Weimar. Andris war diesmal nicht dabei.

Auf dem neuen Weidaer Kunstrasenplatz entwickelte sich eine kampfbetonte und rassige Partie, die anfangs ausgeglichen verlief. Oliver Langes Kopfball nach Flanke von links hielt Weidas Torwart Marian Unger. Nach 8 Minuten die erste Riesenchance für Weida. Jagupov hatte sich links durchgesetzt, aber Nick Pohland brachte den Ball in bester Position nicht im Tor unter. Weimars Toptorschütze Rosenhan -12 Treffer- köpfte knapp drüber. Auf der Gegenseite spielte Leutloff Jagupov frei, seinen Schuss lenkte Torwart Feuerstein zur Ecke. Robert Böhme blockte im letzten Moment gegen Lange. Der Schuss von N. Pohland war nicht scharf genug, aber wenig später schlug der Weidaer Angreifer in seinem ersten Spiel von Beginn an nach langer Verletzungspause zu. Einen genau getimten Freistoß von Kapitän Böhme fast von der Mittellinie von Linksaußen köpfte Pohland wuchtig zur Weidaer Führung in die Maschen. Weimar erarbeitete sich viele Eckbälle, aber machte zu wenig daraus. Der Gastgeber zog vor der Pause nochmals das Tempo an, Gerolds 22m- Freistoß hielt Feuerstein. Noch vor dem Kabinengang fiel das psychologisch wichtige 2:0. Pohland startete ein Solo von der Mittellinie, bediente dann im Strafraum den noch besser postierten Anthony Mbuebue Kamambu , der den Ball im Tor unterbrachte. Mbuebue war für den verletzten Steve Lippold in die Partie gekommen, der sich eine Platzwunde im Gesicht zuzog und im Krankenhaus genäht werden musste. Nach einer Gerold- Ecke fast der dritte Treffer,
aber Pohland köpfte vorbei.

Nach der Pause steigerte sich Weida noch einmal. Auf dem Kunstrasen war es nicht die spielerisch feine Klinge, sondern enorme Laufarbeit, gewonnene Zweikämpfe und erlaufene zweite Bälle, die das Spiel entschieden. Jegor Jagupov hatte schon den Torwart ausgespielt, traf aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Dann fast das 3:0, wieder war Jagupov links durchgebrochen, aber Mbuebue verzog aus allerbester Lage. Weida wollte die Partie endgültig entscheiden, nach einer Ecke retteten die Gäste auf der Linie, Jagupovs Nachschuss ging drüber. Bei Weida kam nun der von der Arbeit eingetroffene Lukas Szudra für den Torschützen Nick Pohland ins Spiel. Nach einer Dublette mit Jagupov schoss er zunächst vorbei, aber in den nächsten 100 Sekunden schnürte er einen Doppelpack. Zunächst knallte er einen Freistoß vom linken Strafraumeck in den oberen Torwinkel. Der Weimarer Hüter war mit den Fingern noch am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Dann setzte sich der in die Spitze gerückte Christian Gerold durch, seine genaue Eingabe verwandelte Lukas Szudra zum 4:0- Endstand.

Nach der unglücklichen 0:1- Niederlage in Eisenberg gaben die Schützlinge von Thomas Wirth und Hendrik Pohland die richtige Antwort und landeten einen in dieser Höhe nicht erwarteten Heimsieg. Die immerhin mehr als 100 Zuschauer waren mit ihrer Mannschaft mehr als zufrieden. Am kommenden Sonnabend steigt das nächste Heimspiel gegen den FC An der Fahner Höhe, dessen Spiel an diesem Wochenende ausfiel.

Weida: Unger; Schumann, Schumacher, Henze, Böhme, Leutloff, Lippold (31. Mbuebue), Gerold, Hörnig, Jagupov, Nick Pohland (63. Szudra)
Weimar: Feuerstein; Rammelt, Benjamin Sachs, Boden, Pabst, Trinkler, Rosenhan, Lukas Laue (65. Boy), Lange, Granert (82. Schaft), Häußler
Torfolge: 1:0 Nick Pohland (28.); 2:0 Mbuebue Kamambu (45.); 3:0; 4:0 Szudra (80.; 82.)
Schiedsrichter: Sven Köhler (Tanna)
Zuschauer: 110

Weida, den 11.03.2018 Volker Georgius / Foto: Th. Gorlt

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