PUNKTGEWINN IN DOPPELTER UNTERZAHL

PUNKTGEWINN IN DOPPELTER UNTERZAHL

Nur wenige Minuten vom Auswärtssieg entfernt  // SV Roschütz – FC Thüringen Weida  2:2 (1:1)

Nach miserablem Rückrundenstart mit nur einem Punkt aus drei Heimspielen musste der FC Thüringen Weida das schwere Auswärtsspiel in Roschütz bestreiten. Hier hatte Weida in den letzten beiden Spieljahren jeweils verloren. Die von Trainer Andreas Luft angedachte Aufstellung war durch die kurzfristige Absage von Mirko Patzer Makulatur. Die Rückkehr zur Viererkette verlieh der Abwehr aber wesentlich mehr Sicherheit.

Weida begann offensiv, Diepold schoss nach weitem Görler- Einwurf drüber. Nach einer Viertelstunde zog erneut Tom Diepold von Linksaußen kurz hinter der Mittellinie ab, Torwart Günther konnte den Ball gerade noch zur Ecke lenken. Penzel hielt den abgefälschten Freistoß von Betz. Dann fast die Weidaer Führung. Robin Pfeifer, diesmal im Sturm aufgeboten, überwand mit einem schönen Heber Keeper Günther, aber Kruschke rettete per Kopf auf der Torlinie. Wenig später erkämpfte Görler den Ball, Pohland spielte wieder R. Pfeifer frei, der aus guter Position über das Tor schoss. Mitte der 1. Halbzeit auch die erste Großchance für Roschütz, Gehrt flankte, Frahm köpfte aus Nahdistanz, aber Penzel verhinderte per Glanzparade das 1:0. Nach einer halben Stunde die nächste gefährliche Flanke der Roschützer, Daniel Gehrt traf per Kopf den Pfosten. Fast im Gegenangriff das 1:0 für Weida. Christian Gerolds weiten Freistoß verpasste Günther im Herauslaufen, Nick pohland war per Kopf zur Stelle und traf zur Führung. Eine Minute später hatte R. Pfeifer nach Vorarbeit seines Bruders Eric das zweite Tor auf dem Fuß, scheiterte aber an Günther. Die Führung hielt nicht lange, Penzel konnte Frahms Schuss noch abwehren, gegen den Abstauber von A- Junior Großer war er aber machtlos-1:1 (36.).

Nach der Pause trat der Schiedsrichter Christopher Jänike aus Jena spektakulär in Erscheinung. Robin Pfeifer rutschte im Kampf um den Ball von vorn in seinen Gegenspieler und traf ihn. Der Referee zog sofort Rot, eine harte aber noch vertretbare Entscheidung. Nur drei Minuten später ließ der Unparteiische dann das Fingerspitzengefühl völlig vermissen und zeigte Christian Gerold nach einem Allerweltsfoul im Mittelfeld Gelb- Rot. Der FC Thüringen spielte zunächst in doppelter Unterzahl nach vorn. Nick Pohland drang in den Strafraum ein und wurde gefoult, nicht die erste difizile Situation im Roschützer Strafraum. Diesmal zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, Pohland trat selbst an und erzielte im 21. Saisonspiel das 25. Tor- 1:2 (55.). Die neun Weidaer blieben nun cool, ließen sich auch vom ständigen provozierenden Lachen des Schiedsrichters nicht mehr beeindrucken und machten hinten dicht.

Görler wurde durch einen Ellbogenschlag gefällt, Jänike hatte gute Sicht, pfiff aber überhaupt nicht. Wenig später sah auch noch Görler, den der gleiche Schiedsrichter schon in Blankenhain mit Gelb- Rot vom Platz gestellt hatte, die Verwarnungskarte. Görler musste aufgrund fehlender Alternativen auf der Bank zunächst im Spiel bleiben. Nach Vorarbeit von Eric Pfeifer, der ein starkes Spiel machte, schoss Görler vorbei, wenig später nach Solo über das Tor. Roschütz fiel nur wenig ein, Penzel hielt Gehrts Schuss, eine gefährliche Ecke fand keinen Abnehmer. Der Freistoß von Seidlitz wurde abgefälscht. Fünf Minuten vor Schluss doch noch der Ausgleich. Penzel kam an eine Kruschke- Ecke nicht heran, dafür aber Erik Frahm mit dem Kopf- 2:2 (86.). Bei einem Getümmel im Roschützer Strafraum hätte der FC Thüringen fast noch den Siegestreffer erzielt, aber die Kugel wollte einfach nicht über die Linie. Der Schiedsrichter, der keine Nachspielzeit angezeigt hatte, pfiff in der 94. Minute noch einen Freistoß für Weida, Pohland schoss in die Mauer.

Das 2:2, eigentlich in doppelter Unterzahl ein Erfolg, war ärgerlich, weil der Roschützer Ausgleich erst kurz vor dem Abpfiff fiel. Weida präsentierte sich aber kämpferisch als Einheit und setzte auch spielerische Akzente, was für die nächsten Spiele hoffen lässt. Die Personalsituation wird nach den beiden Platzverweisen aber immer prekärer und der Abstand zum Ersten der nun sechs Abstiegsplätze beträgt nur noch vier Punkte.

Roschütz: Günther; Kruschke, Betz, Friedemann, Libera (66. Weigel), Gehrt, Großer, Seidlitz, Frahm, Kretschmar, Puhan (66. Hoffmann)

Weida: Penzel; Kurz, Berger, Lange, Diepold, Görler (86. Höhne), Gerold (53. GRK), Wustrau (90. Berthold), Eric Pfeifer, Robin Pfeifer (50. RK), Pohland

Torfolge: 0:1 Pohland (33.), 1:1 Großer (36.), 1:2 Pohland (55., Foulelfmeter), 2:2 Frahm (86.)

Schiedsrichter: Christopher Jänike (Jena)           

Zuschauer. 100 

Weida, den 22.03.2015                                     Georgius

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