WEIDAER LEIDENSCHAFT

WEIDAER LEIDENSCHAFT

Sebastian Görler mit dem Tor des Tages

BSG Wismut Gera – FC Thüringen Weida  2:2 (1:1)

Nur 23 Stunden nach dem Spiel in Bad Lobenstein trat der FC Thüringen Weida zum zweiten Vorbereitungssspiel auf dem Kunstrasenplatz in Heinrichsgrün bei Oberligist Wismut Gera an. Die Weidaer hatten sich vor der Partie geschworen, einen solchen Einbruch wie nach der Pause in Bad Lobenstein nicht wieder zuzulassen. Dies gelang beim drei Klassen höher spielenden Oberligisten im vollen Umfang.

Überraschend war Weida zunächst die aktivere Mannschaft. Szudras Freistoß nach 9 Minuten ging über das Tor. Wismut hatte die erste Möglichkeit durch Klammt, aber die Weidaer Abwehr klärte. Franz schoss für Gera über das Tor. Nach Klammts Eingabe konnte Diepold zur Ecke klären. In der 23. Minute ging der FC Thüringen in Führung. Nach Ulrichs Ecke sprang der Ball aus der Abwehr zur Mitte, Matthias Henze schoss sofort und traf zum 0:1. Hendrik Penzel verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich gegen Lippods Schuss aus Nahdistanz. Wenig später glich der Gastgeber nach einer Ecke und einer unübersichtlichen Situation im Strafraum aus. Dann schoss Szudra drüber, Hendrik Pohland per Freistoß vorbei. Kurz vor der Pause rettete Felix Theileis gegen den anstürmenden Klammt. Mit enormer Laufarbeit und großem Kampfgeist hielt Weida dagegen, was sich auch in der 2. Halbzeit fortsetzte. H. Pohland musste mit einer Beule am Kopf in der Kabine bleiben. Für ihn kam Dominik Kurz, der als vorderster Spieler den Geraer Aufbau stören sollte- auch das gelang. Es kamen auch noch Berthold für den stark spielenden Manuel Wustrau und Jan Wanitschka in die Partie.

Nach der Pause verpasste zunächst Nick Pohland eine Eingabe von Schubert. Dann fiel das schönste Tor des Tages, aber für den Gast aus Weida. Sebastian Görler zog unerwartet aus 22 Metern ab, der Ball schlug im oberen Eck des Geraer Tores ein, ein herrlicher Schuss zum 2:1 für Weida in der 57. Minute. Mitte der 2. Halbzeit distanzierte die Weidaer Abwehr falsch, Florian Schubert traf zum 2:2 unter die Latte. Gera wollte nun das Siegestor, Schubert schoss drüber, Dos Santos köpfte vorbei. In der Schlussphase hätten fast noch die Gäste aus Weida gewonnen. Philip Berthold konnte gerade noch durchlaufend am Einschuss gehindert werden. Dann klärte die Geraer Abwehr bei der scharfen Eingabe von Kurz vor dem einschussbereiten Berthold.

Alle 14 eingesetzten Weidaer Spieler hatten Anteil am überraschenden aber verdienten 2:2 bei einem drei Klassen höher spielenden Konkurrenten. Weida zeigte ein starkes Spiel, hohe Laufarbeit, Leidenschaft und Kampfgeist.

Wismut: Just (79. Glaser); Schumann, Dos Santos, Lippold, Schubert, Himmer, Klammt, Rietsch, Nick Pohland, Franz, Fagan  ; Leite Fernandes, Gkouvas

Weida: Penzel; Görler, Diepold, Ulrich, Theileis, Leutloff, Lange (64. Wanitschka), Wustrau (60. Berthold), Henze, Szudra (73. Lange), Hendrik Pohland (46. Kurz)

Torfolge: 0:1 Henze (23.); 1:1 Penzel (28.; Selbsttor); 1:2 Görler (57.); 2:2 Schubert (65.)

Schiedsrichter: Matthias Lämmchen (Meuselwitz)

 

Weida, den 31.01.2016 Volker Georgius | Foto: Thomas Gorlt

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