WEIDAER GALAVORSTELLUNG

WEIDAER GALAVORSTELLUNG

Sechs Tore gegen verlustpunktfreien Spitzenreiter

SG FC Thüringen Weida – FSV Grün- Weiß Stadtroda   6:0 (3:0)

Wie aus einem Guss präsentierte sich die SG FC Thüringen Weida im Gipfeltreffen der Landesklasse 1 gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer FSV Grün- Weiß Stadtroda. Stadtroda hatte bisher alle 11 ausgetragenen Punktspiele gewonnen, war aber auf dem Roten Hügel völlig chancenlos, denn Weida gelang an diesem Regentag einfach alles.

Schon in der 5. Minute schlug es das erste Mal im Stadtrodaer Tor ein, als Patrick Leutloff aus 25 Metern abzog, der Ball wurde abgefälscht und war unhaltbar. Bei Stadtroda hütete der etatmäßige Feldspieler Felix Mohorn aufgrund der Torstehermisere den Kasten, außerdem fehlte Karl Grohs. Bei Weida waren Kapitän Robert Böhme, Oliver Lange, der sich beim Abschlusstraining verletzt hatte, Dominik Kurz und der letztmals gesperrte Nick Pohland nicht dabei. Der Tabellenführer hatte dann eine Möglichkeit zum Ausgleich, als Fuchs von halblinks parallel zur Torlinie abschloss, aber der Ball verfehlte das Weidaer Gehäuse. Nach Reimanns Freistoß köpfte Klinger, aber das wurde eine sichere Beute von Hendrk Penzel. Nach Foul an Gerold Freistoß fast genau auf der Strafraumlinie linksaußen, Bergers Schuss konnten die Gäste klären. Dann war Szudra einen Moment eher am Ball als Keeper Mohorn, verfehlte aber das kurze Eck. Szudras Freistoß wehrte der Stadtrodaer Torwart ab. Schumann und Henze setzten sich rechts durch, Henzes Hereingabe verwandelte Christian Gerold aus Nahdistanz zum 2:0 (21.). Einen Freistoß aus 22 Metern von Klinger konnte die Weidaer Abwehr zur Ecke klären. Als sich Gerold kinks durchsetzte, schoss Szudra am kurzen Eck vorbei. Gerold, der wohl offensichtlich seinen zweiten Frühling erlebt, sorgte auch für das dritte Weidaer Tor. Szudra bereitete vor, Gerold tauchte allein vor Mohorn auf und vollendete gekonnt (38.).  Augenscheinlich waren in der 1. Halbzeit die klaren Vorteile der Weidaer in der Zweikampfführung, in einem fairen von Dirk Läsker gut geleiteten Spitzenspiel.

Nach der Pause tat sich 15 Minten nicht viel. Dann der erste gefährliche Weidaer Angriff. Weiter Seitenwechsel von Ulrich auf Kolnisko, dessen Eingabe nutzte Gerold zum sofortigen Schuss, aber Mohorn wehrte stark ab. Reimanns Freistoß von halblinks ging über das Weidaer Tor. Als sich Gerold rechts an der Grundlinie durchsetzte, folgte eine scharfe Eingabe, die Leutloff am langen Pfosten über die Linie drückte- 4:0 (68.). Stadtroda hatte durch Glaser eine gute Chance, der von Menzel freigespielt wurde, aber Penzel klärte per Fußabwehr. Dann kam Philip Berthold für den ganz starken Doppeltorschützen Christian Gerold in die Partie, wurde steil geschickt, war mit dem Fuß eher am Ball als der herauslaufende Mohorn, und es stand 5:0 (78.). Szudras Knaller an die Querlatte nach Leutloffs Vorarbeit brachte noch nicht den sechsten Treffer. In der Schlussminute blieb der Ball im Weidaer Dauerregen in einer Pfütze liegen, Lukas Szudra schnappte sich die Kugel und stellte den 6:0- Endstand her.

Eine hervorragende Leistung der SG FC Thüringen Weida gegen einen Kontrahenten, der mit blütenweißer Weste nach Weida gereist war – 11 Spiele, 11 Siege. Weida hat nun nur noch einen Punkt Rückstand auf die „Möhre“. Alle 14 eingesetzten Spieler- es kamen auch noch Felix Theileis für den sehr gut spielenden 18- jährigen Max Reichelt und Gabriel Oettel für Ronny Kolnisko- gingen bis an die Lestungsgrenze und wurden belohnt. Stadtroda ging im Weidaer Kombinationswirbel unter. Es war die beste Saisonleistung der Schützlinge von Thomas Wirth und Hendrik Pohland, die totz 90- minüigem Dauerregen immerhin 170 Zuschauer sahen.

Weida: Penzel; Reichelt (77. Theileis), Diepold, Ulrich, Kolnisko (79.Oettel), Berger, Leutloff, Schumann, Henze, Szudra, Gerold (72. Berthold)

Stadtroda: Mohorn; Glaser, Menzel, Wöckel (62. Blaszik), Reimann, Klinger, Fuchs, Wendler, Kriebitzsch, Lange, Metzner

Torfolge: 1:0 Leutloff (5.); 2:0; 3:0 Gerold (21.; 38.); 4:0 Leutloff (68.); 5:0 Berthold (78.); 6:0 Szudra (90.)

Schiedsrichter: Dirk Läsker (Pößneck) Zuschauer: 170

 

Weida, den 06.11.2016 Volker Georgius Foto T. Gorlt

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