WEIDAER BEFREIUNGSSCHLAG

WEIDAER BEFREIUNGSSCHLAG

Zwei frühe Tore ebnen den Weg zum Sieg

SG TSV Gera- Westvororte – SG FC Thüringen Weida    1:4 (0:2)
Für die Weidaer Mannschaft war das Gastspiel bei Aufsteiger Westvororte in der Saarbach- Arena eine ganz wichtige Begegnung. Nach dem 1:4 gegen Tabellenführer Fahner Höhe musste man gewinnen, um den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren, zumal zwei Kontrahenten gegeneinander spielten. Und so ging der FC Thüringen, von den beiden Trainern Hendrik Pohland und Hendrik Penzel hervorragend eingestellt, auch in die Partie.
Nach Tim Urbans Solo in der 3. Minute wehrte Torwart Bierbaum ab, den Abpraller konnte Nick Pohland noch nicht verwerten. Wenig später war erneut Urban der Vorbereiter zum ersten Tor, er flankte von links, Nick Pohland traf per Kopf zum 0:1. Nach dem Fauxpas mit dem Fahner Höhe- Foto wirkte Tim Urban wie verwandelt und gab die richtige Antwort. In der 10. Minute bereitete wiederum Urban vor, Mihov schoss aus halblinker Position am langen Eck vorbei. Nach Außenristpass von Domenic Knoll lief Urban nur eine Minute später auf das gegnerische Tor zu und verwertete die Vorlage zum zweiten Weidaer Treffer. Der Gastgeber war vom resoluten aber fairen Weidaer Spiel beeindruckt und brauchte lange, um in die Partie zu finden. Schäfers Direktschuss ging über das Tor. Dann setzte sich Urban auf der anderen Seite erneut durch und traf den Pfosten.
Christopher Lätz rettete im letzten Moment gegen den einschussbereiten Diallo. Nach Richters Eckball wehrte Haase Eichbergers Kopfball ab. In der 45. Minute sah Weidas Außenverteidiger Marc Zausch die Gelb- Rote Karte, nachdem er zuvor schon verwarnt worden war. So musste Weida die 2. Halbzeit in Unterzahl bestreiten.
Westvororte setzte nun alles auf eine Karte, Diallo schoss in der 50.
Minute aus Nahdistanz vorbei. Zehn Minuten nach Wiederbeginn ein Weidaer Konter. Christian Gerold wurde im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum 0:3 und damit zur vermeintlichen Entscheidung des Spiels. Die wenig später folgende Notbremse an Gerold
10 Meter hinter der Mittellinie blieb ungeahndet. Weida spielte in Unterzahl ganz stark, Urban scheiterte an Bierbaum, Pohland traf nach Knolls Ecke die Querlatte. Nach schöner Kombination fiel der vierte Weidaer Treffer. Knoll bereitete vor, in Oxenfarts Schuss lief Gerold und vollendete direkt. Westvororte gab in keiner Phase des Spiels auf, Bohms Schuss lenkte Haase zur Ecke. Das einzige Tor des Gastgebers war für Weida nur ein kleiner Schönheitsfehler. Eichberger, bester Mann beim TSV, traf 10 Minuten vor dem Abpfiff zum 1:4. Dann noch ein Knaller des eingewechselten Florian Zinke aus 25 Metern, den Keeper Bierbaum über die Latte lenken musste. Haase rettete gegen Sippel, es blieb beim Stande von 4:1 für Weida.
Grundlage des Sieges war diesmal die hervorragend stehende Abwehr mit den Innenverteidigern Christopher Lätz und Kai Schumann, sowie den Außendeckern Tobias Metzner und in der 1. Halbzeit Marc Zausch. Für Tim Urban ging eine lange Durststrecke zu Ende. Nach 20 Treffern in der letzten Saison, war es sein erstes Punktspieltor in dieser Saison und eine mehr als deutliche Leistungssteierung gegenüber den letzten Partien. Routinier Christian Gerold entschied das Spiel mit zwei Toren in Folge und ist mit 5 Treffern Weidas bester Torschütze. Für den FC Thüringen war es die beste Saisonleistung. Nicht zu vergessen, das die gesamte 2. Halbzeit in Unterzahl bestritten werden musste. Dieses Spiel sollte Auftrieb für das Nachholespiel am 7.12. auf dem Roten Hügel gegen das Spitzenteam aus Ehrenhain geben.

TSV:Bierbaum; Kölling, Sanneh, Diallo (59. Bohm), Martin  Gerold, Klammt (52. Serfling), Schäfer, Kurth, Eichberger, Sippel, Richter

Weida: Haase; Metzner, Lätz, Schumann, Zausch (45. GRK), Oxenfart, Knoll (76. Zinke), Gerold (69. Wetzel), Mihov, Pohland (81. Hodek), Urban

Torfolge: 0:1 Pohland (6.); 0:2 Urban (11.); 0:3; 0:4 Christian Gerold (57., Foulelfmeter; 69.); 1:4 Eichberger (80.)
Schiedsrichter: Marko Linß (Burgkunstadt) Zuschauer: 130

Weida, den 01.12.2019 Volker Georgius

Kommentare