WEIDA NOCH NICHT GERETTET

WEIDA NOCH NICHT GERETTET

0:3- Niederlage beim FC Saalfeld // FC Saalfeld – FC Thüringen Weida  3:0 (0:0)

In den letzten Jahren hatte der FC Thüringen Weida die Spiele meist durch Leistungssteigerungen in der 2. Halbzeit gewonnen oder sogar herumgerissen. Derzeitig ist es umgekehrt. Weida verlor sowohl in Weimar als auch in Zwätzen und nun in Saalfeld, obwohl man bei Halbzeit führte oder es wie in Saalfeld 0:0 stand. Das Dilemma begann schon vor dem Spiel. Der Gastgeber hatte mit 8 soviele Auswechselspieler zur Verfügung, dass sis gar nicht auf das Spielformular passten, beim FC Thüringen saß nur Eric Pfeifer auf der Bank. Das Fehlen von Robin Pfeifer, Berger, Lange (5 Gelbe) machte sich natürlich vor allem nach der Pause bemerkbar, zumal eine tropische Hitze von weit mehr als 30 Grad herrschte.

Saalfeld musste gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, war zwar in der 1. Halbzeit feldüberlegen, scheiterte aber an der eigenen Abschlussschwäche, denn die meisten Schüsse landeten über oder neben dem Weidaer Tor. Kaiser köpfte vorbei, Tzanev schoss knapp drüber. Einige gefährliche Weidaer Angriffe wurden durch die Abseitsfahne unterbrochen, mehfach auch unberechtigt. Gerolds Distanzschuss wurde geblockt, bei Patzers Eingabe brachten Wustrau und Pohland den Ball nicht über die Linie.

Zehn Minuten nach der Pause ging Saalfeld nach präziser Flanke von rechts  durch platzierten Kopfball von Mario Smirat in Führung- 1:0 (54.). Als Tzanev von Kaiser freigespielt wurde, rettete Weidas Torwart Veit Wohlfahrt mit Bravour. Görlers Freistoß faustete Keeper Jockiel. Wustrau schoss volley drüber. Die größte Ausgleichschance für den FC Thüringen hatte Philip Berthold, der aus guter Position nur die Querlatte traf. Das 2:0 war dann irregulär, der auf der rechten Seite durchlaufende Saalfelder war mehr als einen Meter im Abseits, spielte dann nach innen, wo Duy Thai Nguyen kein Mühe hatte- (66.). Eine Viertelstunde vor Schluss fast das dritte Saalfelder Tor, nach einer Ecke von Kaiser aber Wohlfahrt klärte gegen den Kopfball von Smirat mit einer reflexbewegung auf der Linie. Große Hochachtung vor der Leistung des 45- jährigen Weidaer Torwarts, der erneut einspringen musste. In der Schlussminute gar noch das 3:0 durch einen direkt verwandelten Freistoß von Nguyen genau ins Dreiangel.

Weida muss nun im letzten Heimspiel gegen Ilmenau mindestens einen Punkt holen, um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, denn sowohl Roschütz oder Saalfeld, die gegeneinander spielen, als auch Zwätzen (in Rositz) können den FC Thüringen im Falle einer Niederlage überholen.

Völlig unverständlich ist es, das das Hin und Her um den Aufstieg von Wismut Gera auf dem Rücken der Landesklasse Staffel 1 ausgetragen wird. Es ist schriftlich allen Mannschaften zugegangen, das Gera nur als Erster aufsteigt, und es nur in diesem Fall 6 Absteiger gibt, aber das ist wohl nur noch Makulatur.

Saalfeld: Jockiel; Brütting (66. Hook), Naumoff, Dörfler, Schlögel, Nguyen, Graber (35. Smirat), Rudolph (51. Erdmann), Tzanev, Kaiser, Weber

Weida: Wohlfahrt; Kurz, Diepold, Görler, Ulrich, Wanitschka, Gerold, Wustrau, Patzer, Pohland, Berthold (70. Eric Pfeifer)

Torfolge: 1:0 Smirat (54.); 2:0; 3:0 Nguyen (66.; 90.)

Schiedsrichter: Tim Annemüller (Schleusingerneundorf)

Zuschauer: 178

Weida, den 07.06.2015 Volker Georgius

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