Weida-Bambini zahlen Lehrgeld

Weida-Bambini zahlen Lehrgeld

Viel gelernt beim größten ostdeutschen U8-Juniorenturnier.

Mit Platz zehn mussten sich die Weida-Bambini zum 17. BAMBINI-Cup des VfL 1990 Gera in der Panndorfhalle abfinden. Mit einem 0:7 gegen den späteren Finalisten Rot-Weiß Erfurt schlugen die Weidaer in ihrem ersten Spiel gleich hart auf. Gegen Vorjahressieger FSV Zwickau setzte es gar ein 0:11. Relativ gut mit hielten die von Mike Reichenbächer und Manfred Malinka betreuten Osterburgstädter gegen den Gastgeber SG VfL/Eurotrink/Westvororte Gera beim 0:4 mit, der später Fünfter wurde. Nochmals ein 0:7 setzte es gegen den 1. FC Magdeburg im letzten Vorrundenspiel.

Mit Staffelplatz fünf gingen die Gelb-schwarzen ins Penalty um Platz neun gegen eine Erzgebirgsauswahl. Sogar im MDR-Fernsehen war deutlich zu erkennen, woran die Weidaer beim Kampf um eine bessere Platzierung scheiterten: Sie bringen den Ball nicht in das 5x2m große Tor. Sie stellten aber das mit Abstand jüngste Team, hatten fünf Spieler dabei, die nächstes oder übernächstes Jahr nochmals Bambini-Cup spielen können. Für Weida blieb der Trost, mit Collin Seidel (5 Jahre) den jüngsten Spieler des Turniers in seinen Reihen gehabt zu haben.

Zehn Mannschaften des Jahrgangs 2007 und jünger aus fünf Bundesländern waren der Einladung des Gastgebers VfL 1990 Gera und seines Nachwuchsfördervereins gefolgt. In einer Auflage des Vorjahres-Eröffnungsspiels (VfL – Zwickau/1:1) gelang Leonox Schleußing ein frühes 1:0 für die Westsachsen, die diesmal gar 4:0 gewannen. Danach verlor aber die Spielgemeinschaft VfL kein Spiel mehr, sodass sie ihrem Ziel, unter die ersten Sechs zu kommen, entscheidend näher kam. Der Vorjahresdritte besiegte Turnierneuling 1. FC Magdeburg 2:1, Thüringen Weida 4:0, trennte sich von Staffelsieger Erfurt 2:2 und wurde punktgleich mit Rot-Weiß aufgrund der geringeren Trefferzahl Staffeldritter. Das spielerische Niveau bestimmten vor allem die Top-Teams ganz vorn, von denen jedes hätte Turniersieger werden können. Spielerisch und körperlich waren RB, Erfurt, TeBe und Zwickau der Gegnerschaft überlegen, auch Magdeburg hielt trotz zweier 1:2-Niederlagen anfangs gut mit und hatte mit David Peukert einen überragenden Torhüter, den Besten. Auffallend war, dass vor allem Turniersieger RB jede Gelegenheit im Spiel zu Torschüssen nutzte. Nicht umsonst kam mit Hugo-Eddie Kaps der „Beste Techniker“ aus den Reihen der Leipziger. Der andere Neuling, TeBe Berlin, begann mit zwei 7:0-Erfolgen stark, bekam mit dem 0:2 gegen RBL einen Dämpfer, hatte aber mit Trainer-Sohn Romeo Trinko den „Besten Torschützen“ (8 Treffer) in seinen Reihen. Jedes Kind erhielt vor den 350 Zuschauern eine Medaille und eine Urkunde. Zusätzlich zu den Einzelauszeichnungen wurde von jedem Team ein Spieler, der selten in den Genuss einer Ehrung kommt, mit einem OTZi mit umgehängter Medaille bedacht. Vom VfL war das Maurice Linz, aus Weida Collin Seidel. Maurice Linz war außerdem einer von drei mitspielenden Zwillingspaaren im Turnier. Bruder Niklas kickte mit für die SG VfL, Max und Moritz Goldbach sowie Nils und Nick Glaser für Weida. Christopher und Collin Seidel trabten zur Siegerehrung in deren Gefolge mit in Richtung Podium, bemerkten aber dann, dass sie keine Zwillinge sind, sondern ein Jahr auseinander.

Da der Geraer Bundesliga-Profi Tobias Werner vom FC Augsburg wegen eines Trainingslagers der Einladung des Gastgebers nicht folgen konnte, gabs ein Werner-Jersey mit Widmung und Unterschrift per Post als Gruß direkt in die Panndorfhalle. Unzählige Sponsoren hatte das Turnier, denen der ausdrückliche Dank von Andreas Kalwach, dem Fördervereinsvorsitzenden, galt. Darunter auch die Weidaer Signal-Iduna-Agenur von Volker Wengler. Sie und die vielen fleißigen Helfer trugen dazu bei, dass das Turnier zu einem tollen Erlebnis für fast 120 Kinder wurde.

Für die Weida-Bambini kickten: Nick Glaser – Toni Pabst, Christopher Seidel, Collin Seidel, Demien Rodiguez, Moritz Götze, Lian-Gabriel Lehmann, Nils Glaser sowie Max und Moritz Goldbach.

Manfred Malinka

 

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