UNGLÜCKLICHER JAHRESABSCHLUSS

UNGLÜCKLICHER JAHRESABSCHLUSS

Weida unterliegt SCHOTT Jena auf dem Roten Hügel

SG FC Thüringen Weida – SV SCHOTT Jena 1:2 (1:1)

In den letzten vier Heimspielen hatte die SG Weida/ Wünschendorf zuhause zehn Punkte geholt und war ungeschlagen geblieben. Diese Serie endete gegen den SV SCHOTT Jena, einen äußerst unbequemen und starken Gegner.

Die Verlegung des Spiels auf den Kunstrasenplatz erwies sich für Weida gegen die auf diesem Geläuf erprobten Schottianer als klarer Nachteil.
Schon nach vier Minuten lagen die vom ehemaligen Weidaer Spieler Falk Werner trainierten Gäste in Front. Nach einem Steilpass in die Spitze foulte Kai Schumann Johannes Scherf im Strafraum. Den von Max Jünemann getretenen Elfmeter wehrte Christoph Haase mit guter Parade ab, aber den zurückspringenden Ball beförderte Schumann unter Bedrängnis ins eigene Tor. Weida brauchte nach diesem Schock eine Weile, um ins Spiel zu finden. In der 10. Minute nahm der von seiner Gesichtsverletzung genesene Nick Pohland eine Flanke von links volley, der Ball ging knapp drüber. Auch ein Flugkopfball von Dimo Raffel nach Ecke von Manuel Seibt landete über dem Tor. Für Schott schoss Scherf am Weidaer Tordreieck vorbei. Nach einer halben Stunde jubelte Weida, Metzner traf nach Seibts Freistoß ins Tor, aber der Jubel erstarrte. Der Schiedsrichter gab den Treffer wegen einer angeblichen Behinderung von Schott-Torwart Glaser nicht, was nicht nur die Weidaer Zuschauer erzürnte. Jünemanns 30m- Schuss hielt Haase. Seibts gefährlichen Freistoß verpassten in der Mitte mehrere Weidaer Spieler. Fast mit dem Halbzeitpfiff dann doch noch der Ausgleich. Eine Seibt- Flanke verwertete Tim Urban per Kopf, sein 11.Saisontreffer.

Nach der Pause dominierte Weida in der ersten halben Stunde klar und war dem 2:1 nahe. Urban kam gegen Torwart Glaser einen Schritt zu spät. Nach Seibts Eckball wurde Nick Pohlands Abschluss geblockt. Immer wieder kam es vor allem im Mittelfeld zu mitunter nicht fairen Zweikämpfen. Der Schiedsrichter aus Bayern musste 7 Gelbe Karten ziehen, 3 für Weida, 4 für Schott. Schumanns Freistoß landete in der Schott- Mauer. Bei Weida kam Lukas Szudra ins Spiel. Severin Wipf verließ das Feld unter viel Beifall. Er verlässt Weida in der Winterpause, wegen einer beruflichen Herausforderung zieht er nach Berlin und wurde vor der Partie verabschiedet. Nach Szudras erstem Freistoß von halbrechts wurde Tobias Metzner beim Abschluss geblockt. Urbans Schuss aus der Drehung wehrte Schott- Keeper Glaser zur Ecke ab. In den letzten Minuten startete der Gast einige gute Konter. Zunächst musste Haase gegen den anstürmenden Tom Sturm retten. Dann gelang den Gästen per Konter die Entscheidung, als Johannes Scherf zehn Minuten vor Schluss ins Weidaer Tor traf. Sturm hatte sogar den dritten Treffer auf dem Fuß, aber Haase und Schumann retteten im letzten Moment.

Weida überwintert nach dieser unglücklichen Heimniederlage auf Platz 12. Zu Platz 14 – dem ersten Abstiegsplatz, keiner weiß es- sind es 7 Punkte Abstand. Auf Rang 5, den Schott eroberte, sind es 5 Zähler Abstand.

Weida: Haase; Henze, Schumann, Raffel, Kolnisko, Leutloff, Metzner (83. Zinke), Wipf (59. Szudra), Seibt, Nick Pohland, Urban

Schott: Glaser; Arnold, Sturm, Schwaiger (62. Held), Heinrich (79. Bakavoli Mohammadi), Jünemann, John (62. Wiswe), Ziermann, Kreilkamp, Hübner, Scherf

Torfolge: 0:1 Schumann (4.; Selbsttor); 1:1 Urben (45.); 1:2 Scherf (81.)

Schiedsrichter: Marko Linß (Burgkunstadt)

Zuschauer: 85

Weida, den 02.12.2018 Volker Georgius / Foto: Th. Gorlt

Kommentare