TROSTLOSER NACHMITTAG FÜR WEIDA

TROSTLOSER NACHMITTAG FÜR WEIDA

Nach Sonneberg gewinnt auch der zweite Aufsteiger auf dem Roten Hügel

SG FC Thüringen Weida – SV Blau- Weiß 91 Bad Frankenhausen     0:3 (0:0)
Im wichtigen Heimspiel gegen Aufsteiger Blau- Weiß Bad Frankenhausen bot
die SG Weida/ Wünschendorf eine erschreckend schwache Leistung und
musste wie auch schon Neuling Sonneberg dem Gast alle drei Punkte
überlassen. Beide Mannschaften hatten vor dem Spiel erst zwei Zähler auf
dem Konto und waren noch ohne Saisonsieg. Umso wichtiger war die Partie
auf dem Roten Hügel. Aber den Weidaern war über die gesamte Distanz
nicht anzumerken, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die
Durchschlagskraft ließ der Gastgeber völlig vermissen, Planlosigkeit
regierte. Dabei begann es gut. Noch in der 1. Minute eine Flanke von
Domenic Knoll. Es folgte die erste Ecke, erneut von Knoll, Gerold schoss
drüber. Nach Foul an Urban Freistoß von Knoll von der linken Seite, aber
zwei Weidaer rutschten am Ball vorbei. Weida gelang nichts Zählbares,
der Aufsteiger wurde mutiger. Der Fernschuss von Rother verfehlte das
Weidaer Tor. Die nächste gute Flanke von Knoll konnten die Gäste gerade
noch mit dem Kopf klären. Für Blau- Weiß, in Rot auflaufend, schoss
Schmidt knapp daneben. Gerold bediente Hodek, dessen Schuss über das Tor
ging. Knolls nächster Freistoß verfehlte das lange Eck des Gästetores.
Die 2. Halbzeit bagann mit einem Schuss von Oxenfart, den Torhüter
Tiffert hielt. Dann innerhalb einer Minute zwei Riesenchancen, für jedes
Team Eine. Zunächst tauchte Horn nach Steilpass völlig allein vor Haase
auf, aber der Weidaer Schlussmann verhinderte mit einer Glanzparade das
0:1. Im Gegenzug eine Flanke von Urban, Gerold köpfte den Ball von der
Grundlinie vor das Tor, wo es Wetzel mit einem Seitfallzieher versuchte,
der aber aus wenigen Metern über das Tor ging. Hier konnte, ja musste
Weida in Führung gehen, das Spiel hätte wohl eine andere Wendung
genommen. 10 Minuten nach Wiederbeginn hatten die Gäste dann das Glück
des Tüchtigen, denn Webers Sonntagsschuss schlug unhaltbar im Weidaer
Tordreieck ein. Nur 2 Minuten später der nächste Heber von Lobodasch,
der nur knapp das Tor verfehlte. Nach einer Stunde verhinderte Haase
erneut einen Gästetreffer gegen Torschütze Weber. Bei Weida kam Mihov in
die Partie, dessen Schuss von halblinks Tiffert zur Ecke lenkte. Wetzel
traf nach Knolls Flanke das Außennetz. Aber dann schlugen die Gäste mit
ihrem einfachen Spiel erneut zu. Nach Vorabeit über die linke Seite
wurde der Ball in der Mitte zunächst nicht getroffen, aber dann
vollendete der gerade eingewechselte Hennig zum 0:2. Die Weidaer
Gegenwehr ließ spürbar nach und eine Viertelstunde vor Schluss gelang
Schmidt mit einem satten Schuss das 0:3 und damit auch der Endstand.
Schlimmer gehts nimmer, so konnte man im Weidaer Lager konstatieren, den
damit fiel der FC Thüringen auf den letzten Platz zurück. Die rote
Laterne brennt auf dem Roten Hügel. Aber nun kann es nur noch besser
werden. Gelegenheit dazu ist schon am kommenden Sonnabend, wenn Wismut
Gera zum mit Spannung erwarteten Derby in Weida aufläuft.
Der Verjüngungsprozess fordert in Weida seinen Tribut, Geduld ist gefragt.

Weida: Haase; Hodek, Leutloff, Kolnisko, Zausch, Oxenfart, Lätz, Gerold
(61. Mihov), Knoll, Urban, Wetzel

Blau- Weiß: Tiffert; Ihling, Auerbach, Ränke, Philip Schwabe, Schmidt
(79. Kroll), Rother, Albrecht Schwabe, Weber (89. Hochfeld), Lobodasch,
Horn (63. Hennig)

Torfolge: 0:1 Weber (54.); 0:2 Hennig (68.); 0:3 Schmidt (76.)
Schiedsrichter: Konrad Götze (Arnstadt)              Zuschauer: 65

Weida, den 15.09.2019 Volker Georgius

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