PUNKTGEWINN FÜR NEULING WEIDA BEIM ZWEITEN HEILIGENSTADT

PUNKTGEWINN FÜR NEULING WEIDA BEIM ZWEITEN HEILIGENSTADT

Torchancen beiderseits Mangelware

1. SC 1911 Heligenstadt – SG FC Thüringen Weida 0:0

Beim Tabellenzweiten Heiligenstadt stand Aufsteiger SG Weida/ Wünschendorf ein äußerst schweres Auswärtsspiel bevor, denn die Eichsfelder stellen mit bisher nur 8 Gegentreffern die weitaus beste Abwehr der Thüringenliga. Bei Weida fehlten mit Jegor Jagupov (5 Gelbe Karten), dem erkrankten Kapitän Robert Böhme, mit Ronny Kolnisko sowie den schon länger verletzten Nick Pohland und Christian Gerold entscheidende Offensivspieler.

Von Beginn an spielte der Gast aus Ostthüringen gut mit, Leutloffs erster Schuss nach Rückpass von Sturmspitze Hörnig ging am Tor vorbei. In der 16. Minute ein rüdes Foul des Heiligenstädters Lerch an Sebastian Görler, wofür es Gelb gab. Den fälligen Freistoß schoss Szudra über das Tor. Görler musste verletzt vom Feld, für ihn kam Marcel Lange. Den Weidaern standen nur zwei gesunde
Wechselspieler zur Verfügung. Mitte der 1. Halbzeit eine Chance für Heiligenstadt, Lerch zog aus 20 Metern ab, Hendrik Penzel klärte mit guter Parade. In der 27. Minute sah Martin Heinevetter vom Gastgeber nach einer Notbremse an Lukas Szudra die Rote Karte. Das Foul geschah weinge Zentimeter vor dem Strafraum, den gut getretenen Freistoß von Chris Ulrich wehrte Torwart Sternadel ab. Eine Flanke des besten Heiligenstädter Torschützen Wilhelm wehrte der eingewechselte Marcel Lange per Kopf ab. Dann das nächste schwere Foul der Eichsfelder gegen Szudra, der Schiedsrichter pfiff nicht, aber der Weidaer konnte glücklicherweise weiterspielen.

Auch nach der Pause war es eine von Taktik geprägte Partie. Weida war sich der Spielstärke der nur noch 10 Heiligenstädter bewusst. Deshalb spielten die Wirth- Schützlinge nicht voll auf Offensive, sondern ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen. So war in der torgefährlichen Zone nur wenig Bewegung. Nach Raffels Seitenwechsel traf Schumann das Außennetz. Penzel musste bei einem gefährlichen Konter im Herauslaufen klären. Beim nächsten Angriff wurde Wilhelm vor dem Abschluss geblockt. Der ebenfalls eingewechselte Max Reichelt wurde steil geschickt, traf
aber das Tor nicht, außerdem war die Abseitsfahne oben. Raffel schoss nach Leutloffs Rückpass drüber. Dann verfehlte Leutloff nach einer Ecke per Kopf das Tor. In der 82. Minute fast noch der Weidaer Sieg. Nach einer Szudra- Ecke traf Patrick Leutloff per Kopf die Querlatte des Heiligenstädter Tores. Nochmals musste die Weidaer Abwehr mit den Innenverteidigern Tom Diepold und Chris Ulrich klären, dann war der Punktgewinn perfekt. Für Weida war es bereits der 11. Auswärtspunkt.

Bei etwas offensiverer Spielweise war bei den Eichsfeldern sogar ein Sieg drin, aber bei den stets gefährlichen Heiligenstädter Angriffen hätte man auch ohne Punkt die 228 km lange Heimreise antreten können. So ist das 0:0 beim Zweiten als Erfolg zu buchen. Am Sonnabend kommt Tabellenführer FSV Wacker Nordhausen II nach Weida.

1. SC: Sternadel; Kränzel, Heinevetter (27. RK), Rhöse, Henkel, Lerch, Hanusch, Wilhelm (84. Hartwig), Möhlhenrich, Merfert (62. Berger), Dragicevic
Weida: Penzel; Henze (65. Reichelt), Diepold, Ulrich, Görler (18. Marcel Lange); Lippold, Leutloff, Schumann, Raffel, Szudra, Hörnig
Schiedsrichter: Dennis Meinhardt (Fulda)
Zuschauer: 115

Weida, den 12.11.2017 Volker Georgius / Foto: Th. Gorlt

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