PATRICK LEUTLOFF TRIFFT AUS 50 METERN TORENTFERNUNG

PATRICK LEUTLOFF TRIFFT AUS 50 METERN TORENTFERNUNG

Weida löst sich vom Tabellenende

FSV Preußen Bad Langensalza – SG FC Thüringen Weida  2:5 (1:2)

Im Stadion der Freundschaft, wo auch schon die DDR- Ligaspiele zwischen Bad Langensalza und Weida stattfanden, trafen die noch sieglosen Teams von Preußen Bad Langensalza und Thüringen Weida aufeinander. Für Beide war es damit ein Schlüsselspiel, denn Bad Langensalza hatte 3 Punkte auf dem Konto und Weida lag mit nur einem Zähler am Tabellenende. Im Weidaer Aufgebot fehlte mit Nick Pohland, Urban, Szudra und Wipf fast die gesamte Offensivabteilung, außerdem waren die verletzten Lätz, Hörnig und Zschäck nicht dabei. So hatte das Trainergespann Wirth/ H. Pohland mit Lukas Jahn nur einen Wechselspieler für das Feld zur Verfügung.

Schon nach vier Minuten lag Weida im Rückstand. Erneut war es ein Steilpass durch die Mitte, zwei Spieler konnten nicht klären, und Finger traf per Flachschuss ins Eck. Aber nur zwei Minuten später gaben die Ostthüringer die passende Antwort. Christian Gerold dribbelte parallel zum Tor, ließ drei Gegner stehen und schloss mit platziertem Flachschuss zum 1:1- Ausgleich ab.In den nächsten Minuten tat sich nicht viel. In der 1. Halbzeit gab es nur noch einen Höhepunkt. Wiederum Gerold drang in den Strafraum ein, wurde gefoult und der Schiedsrichter aus Hessen entschied folgerichtig auf Elfmeter. Kai Schumann verwandelte den Strafstoß zur Weidaer Halbzeitführung, er hatte schon in Teistungen per Elfmeter getroffen.

In der 2. Halbzeit nahm die Begegnung Fahrt auf. Zunächst ein Treffer Marke Tor des Monats für Weida. Fünf Meter hinter der Mittellinie zog Kapitän Patrick Leutloff ab, der Ball wurde immer länger und schlug über Torwart Arnold im Netz ein. Die Torentfernung betrug auf dem sehr großen Platz 50 Meter. Als Gerold auf Rechtsaußen gefoult wurde, setzte er den Freistoß in die Mauer. Den Abpraller schlug er sofort wieder in die Mitte, wo Leutloff am höchsten stieg und einköpfte. Weida führte auf fremdem Platz mit 4:1. Dem Gastgeber gelang nur wenig später der Anschlusstreffer, Tim Müller wurde halblinks freigespielt und vollendete. Bad Langensalza warf nun alles nach vorn, aber die Angriffe waren zu hektisch, um die hervorragend kämpfenden und die zweiten Bälle gewinnenden Weidaer noch zu gefährden. 10 Minuten vor dem Abpfiff wurde Lukas Jahn für Angriffsspitze Maximilian Wetzel eingewechselt. Der eigentliche Abwehrspieler bildete nun das Sturmzentrum. In der 3. Minute der Nachspielzeit gelang ihm im Konter in die entblößte Gastgeberabwehr der 5:2- Endstand für Weida.

Eine tadellose Leistung der 12 eingesetzten Weidaer, die das Fehlen der vielen Stammspieler mit Kampfkraft und teilweise auch spielerischer Überlegenheit kompensieren konnten. Gegner Bad Langensalza wurde mit diesem Sieg in der Tabelle überholt. Ein Befreiungsschlag, mit dem man bei der Minibesetzung vor der Partie nicht rechnen konnte. Weida verbesserte sich auf Rang 13, in der Auswärtstabelle mit 8:8 Toren und 4 Punkten gar auf Platz 7. Nun muss endlich auch einmal zuhause gepunktet werden. Gelegenheit dazu ist schon am Mittwoch, wenn Die SG Weida/ Wünschendorf den starken Aufsteiger Eintracht Sondershausen um 15 Uhr auf dem Roten Hügel empfängt.

Preußen: Arnold; Gothe, Fischer (46. Degner), Fritz (58.Steinmetz), Domeinski, Finger, Schönau (58. Fiß), Tim Müller, Kleinert, Engel, Eckermann

Weida: Haase; Henze, Schumann, Schumacher, Kolnisko, Leutloff, Raffel, Metzner, Gerold, Seibt, Wetzel (80. Jahn)

Torfolge: 1:0 Finger (4.); 1:1 Gerold (6.); 1:2 Schumann (32.; Foulelfmeter); 1:3; 1:4 Leutloff (47.; 53.); 2:4 Tim Müller (61.); 2:5 Jahn (90.+3)

Schiedsrichter: Christoph Rübe (Kassel)

Zuschauer: 110

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