NICHTS ZU HOLEN IN GERABERG

NICHTS ZU HOLEN IN GERABERG

Weida verliert in Unterzahl

Spielvereinigung Geratal – SG FC Thüringen Weida  4:1 (2:1)

Außer dem Zusammentreffen mit Geratals Physiotherapeuten Mario Röser, einst in Weida Spieler und Trainer, der in Geraberg eine Praxis betreibt, gab es für Weidaer im verregneten Thüringer Wald nur wenig Glücksmomente. Sowohl der Tabellenfünfte als auch Weida mussten auf dem Kunstrasenplatz ersatzgeschächt antreten.

Das Spiel begann unter merkwürdigen Umständen. Nachdem der Assistent die Spielkeidung in Ordnung befand, machte der Schiedsrichter beim Einlaufen in Jegor Jagupovs Stutzen einen zweiten Weißanteil aus. Der Weidaer Angreifer durfte nicht auf den Platz, aus den 100 Meter entfernten Kabinen im Kellergewölbe mussten neue Stutzen geholt werden. Weida begann mit 10 Mann, nach geraumer Zeit durfte Jagupov auf das Feld, wurde an der Eckfahne gefoult, der Pfiff blieb aus. Nach 7 Minuten der erste Jagupov- Schuss, Torwart Kott wehrte per Fuß ab. An die nächste Jagupov- Flanke kam Max Reichelt in der Mitte nicht heran. Mit einem für Weida höchst unglücklichen Treffer ging der Gastgeber in Führung, denn Mantliks Schuss wurde unhaltbar abgefälscht und flog über Penzel ins Tor. Vor der Gerataler Bank standen 90 Minuten lang 10 Trainer, Betreuer und Spieler, die das Geschehen beeinflussten. Wenn Weidas Trainer für einen Moment die Coachingzone verließ, wurde das sofort moniert, bei Geratal blieb es im gesamten Spiel ungeahndet. Weida ließ sich zunächst nicht beeeindrucken, Görlers 25m- Schuss wehrte Kott ab. Eine Minute später glich der FC Thüringen aus, als sich Jagupov im Strafraum durchsetzte und im Nachsetzen den Ball über die Linie drückte. Weida spielte bis zur 40. Minute gut mit. Dann gab es Freistoß für Geratal von Rechtsaußen, den hereingetretenen Ball verwandelte der Gastgeber zur vermeintlichen Führung. Der Schiedsrichter gab das Tor nicht. Er hatte wohl vorher gepfiffen und gab Elfmeter für Geratal und gleichzeitig die Rote Karte für Dimo Raffel. Der Platzverweis war eine viel zu harte Entscheidung, denn Raffel hatte nur genau wie sein Gegenspieler am Trkot gezogen. Jan Schmidt verwandelte den Elfmeter sicher, der Ausgang des Spieles war vorprogrammiert.

Trainer Wirth stellte zur Pause auf Dreierkette um, opferte Max Reichelt und brachte Oliver Lange als zweite Sturmspitze neben Sebastian Görler. Weida drängte  nun auf den Ausgleich. Böhmes Heber über Torwart Kott ging neben das Tor. Dann hielt der Gerataler Schlussmann Jagupovs Schrägschuss. Bei Weida ließen nun die Kräfte nach, Matthias Henze rettete nach einem Konter der Gerataler bei Mantliks Flanke. Dann köpfte Mantlik neben den Kasten. Noch einmal war Weida dem Ausgleich nahe, als ein 25m- Freistoß von Schumann nur um Zentimeter über das Tor flog.  Jagupovs nächster Schrägschuss ging ebenfalls drüber. In den letzten Minten fiel dann die Entscheidung zugunsten des Gastgebers. Zunächst traf Kühne zum 3:1,dann erzielte Mantlik mit seinem zweiten Treffer den 4:1-Endstand. Weidas Torwart Penzel sah noch Gelb, er hatte gelacht. Die Bilanz des Schiedsrichters: Keine Karten für den Gastgeber, dafür aber 4x Gelb und 1x Rot für Weida.

Trotz der höchsten Saisonniederlage verteidigte Weida Platz 7 und geht mit 5 Siegen, 5 Unentschieden und 5 Niederlagen in die Winterpause.

Entscheidend im Spiel war die Rote Karte, die zu hart und vermeidbar war, wenn  der Schiedsrichter das erzielte Tor für Geratal gegeben hätte. Es bleibt die Erkenntnis, das es ein Rückspiel gibt, in das die Weidaer Mannschaft hoch motiviert gehen wird.

Geratal: Kott; Maleße, Schmidt, Linse, Wollenschläger, Keiner, Seyfferth (21. Möller), Linke (80. Kellner), Kühne, Bischof, Mantlik

Weida: Penzel, Reichelt (46. Oliver Lange), Henze, Diepold, Kolnisko, Leutloff, Raffel (40. RK), Schumann, Böhme, Jagupov, Görler (75. Hörnig)

Torfolge: 1:0 Mantlik (13.); 1:1 Jagupov (23.); 2:1 Schmidt (42.; Foulelfmeter); 3:1 Kühne (78.); 4:1 Mantlik (83.)

Schiedsrichter: Dirk Honnef (Gotha)

Zuschauer: 100

 

Weida, den 26.11.2017 Volker Georgius

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