MIT TOLLER MORAL UND GROSSER KAMPFKRAFT ZUM AUSWÄRTSSIEG

MIT TOLLER MORAL UND GROSSER KAMPFKRAFT ZUM AUSWÄRTSSIEG

Christoph Haase ebnet mit Glanzparaden den Weg zum Punktedreier

SV Eintracht Eisenberg – SG FC Thüringen Weida 0:1 (0:0)
Am Donnerstag Abend sah es noch so aus, als wenn die Weidaer mit
einigermaßen guter Aufstellung und mit Wechselspielern zum
Ostthüringen Derby nach Eisenberg reisen könnten. Bei der Abfahrt am
Sonnabend war das schon wieder Makulatur, denn außer den verletzten
Aktiven fehlten weitere vier Spieler aus den unterschiedlichsten
Gründen. Aus der 2. Mannschaft gab es keinerlei Unterstützung, obwohl
das Team erst am Sonntag sein Punktspiel absolvierte, ein Unding. So
standen Trainer Thomas Wirth erneut nur neun Feldspieler zur Verfügung.
Die Anfangself wurde wie in Martinroda durch Hendrik Penzel
komplettiert. Der eigentliche Torwart bildete mit Manuel Seibt die
Doppelspitze. Auf der Bank saßen wiederum nur Michael Ernst und der
eigentlich verletzte Christian Gerold. Thomas Wirth hatte in der
Mannschaftssitzung jeden einzelnen Spieler eingeschworen, auch in dieser
Begegnung dagegen zuhalten und die Chance zum Auswärtssieg wahrzunehmen.
Auf dem nicht gerade großen Kunstrasenplatz wogte das Spielgeschehen
zunächst auf und ab. Beide Teams hatten gute Möglichkeiten. Bei einem
Einwurf auf Nick Pohland und anschließender Eingabe fast das 0:1. Auf
der Gegenseite Ecke für Eisenberg, die per Kopf auf Danny Müller
abgelegt wurde, dessen Fallrückzieher aus Nahdistanz Torwart Haase aber
entschärfte. Für Eisenberg verfehlten Mücke und danach Schäfer das Tor
nur knapp. Auf der anderen Seite köpfte Pohland nach Seibt- Ecke drüber,
Henzes Hinterhaltsschuss ging ebenfalls über den Kasten. Für Eintracht
schoss Böhme am langen Eck vorbei. Die nächsten 15 Minuten verliefen
beiderseits ohne Torchancen, ehe Müller per Fernschuss Haase prüfte, der
stark parierte. Walzogs Volley versuch verfehlte das Weidaer Tor. Kurz
vor der Pause kam Weida noch zweimal gefährlich vors Tor. Urbans Versuch
wurde zur Ecke geblockt. Nach der Ecke war es wieder Urban, dessen
Scharfschuss Müller noch blockte. Bei Weida musste Hendrik Penzel, der
bis dahin gut gespielt hatte, mit einer Oberschenkelzerrung vom Platz.
Für ihn kam der eigentlich noch verletzte Christian Gerold, was dem
Weidaer Spiel sichtlich gut tat. Weida bot trotz der Personalkalamität
eine sehr gute 1. Halbzeit und hatte auch nach Wiederbeginn die erste
Möglichkeit, als Pohland nach Urbans Eingabe das Außennetz traf. Gerolds
Volleyschuss wurde geblockt. Nach einer Stunde ein Weidaer Abwehrfehler,
Mücke scheiterte am glänzend parierenden Haase. Nach der folgenden Ecke
rettete Weidas Kapitän Patrick Leutloff auf der Torlinie. In den
nächsten zehn Minuten hielt Christoph Haase Weida mit mehreren
hervorragenden Paraden im Spiel. Er wehrte Mückes Freistoß und Bracks
Kopfball gekonnt ab. Dann klärte er erneut gegen Mücke und wenig später
gegen Bergers Kopfball. In der 75. Minute schlug der FC Thüringen zu.
Haases weiten Abschlag leitete Seibt auf Tim Urban weiter, der den Ball
an Torwart Lewandrowski vorbeilegte und ins Tor schob. Grenzenloser
Jubel im Weidaer Lager und der Gast setzte nach. Zunächst fast ein
Selbsttor von Eisenbergs Schulz, dann köpfte Pohland Seibts Vorlage um
Zentimeter vorbei. Der Gastgeber hatte durch Petrik die große
Ausgleichschance, aber der Ball fand den Weg ins Tor nicht. Weida
überstand die kritischen Minuten. In der Nachspielzeit ein schweres Foul
von Kittler an Oxenfart. Der Eisenberger hatte kurz zuvor Gelb gesehen
und musste nun mit Gelb- Roter Karte vom Platz. Das brachte Weida Luft
und einen Freistoß. Der Schlusspfiff ging im Weidaer Jubel unter. Mit
toller Moral, großer Kampfkraft und guten spielerischen Akzenten
verdiente sich der FC Thüringen den Sieg. Selbst die Eisenberger
Verantwortlichen sprachen von einem nicht unverdienten Weidaer Erfolg.
Schon zur Pause war absehbar, das die Mannschaft, die das erste Tor
schießt, gewinnen wird. Und das war dank Haases Glanzparaden und Urbans
gekonntem Abschluss Weida. Dieser Sieg muss nun am kommenden Sonnabend
veredelt werden, wenn Tabellennachbar Preußen Bad Langensalza auf dem
Roten Hügel gastiert.
Eisenberg: Lewandrowski; Brack, Prieger, Schäfer (67. Petrik), Wriske
(76. Kittler, 90. GRK), Müller, Mücke, Walzog (46. Berger), Schulz,
Häring, Böhme
Weida: Haase; Henze, Raffel, Knoll, Leutloff, Oxenfart, Wetzel, Nick
Pohland, Urban, Penzel (30. Gerold), Seibt
Tor: 0:1 Tim Urban (75.)
Schiedsrichter: Reinhard Meusel (Föritztal) Zuschauer: 160

Text: Volker Georgius

Bild: Thomas Gorlt

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