KLARE WEIDAER NIEDERLAGE ZUM SAISONAUFTAKT

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Umstrittener Elfmeter als Knackpunkt im Spiel

SV 1879 Ehrenhain – SG FC Thüringen Weida  3:0 (1:0)

Weida konnte wegen der Schuleinführung, wegen Verletzung und Krankheit nicht in Bestbesetzung antreten, war aber vom Anfang an präsent und hatte zunächst Vorteile. Mit Torwart Haase, Metzner, Lätz, Urban und Seibt waren 5 Zugänge in der Anfangsformation. Drei weitere wurden mit Zschäck, Jahn und Wetzel eingewechselt.

Der Gast startete einige schnelle Angriffe über Seibt und Urban. Die schön getretene Ecke von Metzner musste Fleissner im Ehrenhainer Tor über die Latte lenken. Dann der erste gefährliche Angriff des Gastgebers. Rentzsch lief auf das Tor zu, Haase war sogar noch etwas eher am Ball und klärte per Pressschlag, der Ehrenhainer fiel und Schiedsrichter Blasse zeigte zur Überraschung aller auf den Elfmeterpunkt. Weidas Torwart verletzte sich bei dieser Aktion am Knöchel und war fortan nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte. Der Gastgeber ließ sich diese Chance nicht nehmen, Kapitän Robert Döring verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Das Weidaer Konzept ging nun nicht mehr auf, denn man musste frühzeitig einem Rückstand hinterherlaufen. Ehrenhain wollte nachlegen. Christoph Haase rettete gegen den anstürmenden Knutas. Die nächste Metzner- Ecke köpfte Urban aufs Tor, der Ehrenhainer Keeper klärte. Dann Freistoß auf der linken Seite nach Foul an Seibt, Metzners Freistoß faustete Fleissner ab. Dolezal schoss für Ehrenhain drüber, als Döring aus der Drehung schoss, klärte Haase im Nachfassen. Auf der anderen Seite rettete Fleissner nach Doppelpass zwischen Urban und Kapitän Leutloff. Bei Nick Pohlands Kopfball war wiederum der Schlussmann des Gastgebers gefordert und lenkte den Ball über die Latte. Der letzte Freistoß vor der Pause von Seibt ging über das Tor.

Mit dem knappen 1:0 für Ehrenhain ging es in die Pause. Weidas Torwart musste behandelt werden, um weiterspielen zu können. Manuel Seibts Flanke aufs kurze Eck brachte die erste Gefahr in Halbzeit 2. Patrick Leutloff hätte dann fast den Ausgleich erzielt, seinen ersten Schuss blockte Müller im letzten Moment, der Nachschuss zischte am Tor vorbei. Dann die nächste Riesenmöglichkeit zum 1:1, Seibt scheiterte aus Nahdistanz an Fleissner. Der Ausgleich gelang Weida nicht und Ehrenhain machte nun Nägel mit Köpfen. Dörings Heber lenkte Haase an den Pfosten, nach der anschließenden Ecke köpfte der SV auf das Tornetz. Dann das 2:0, als Knutas eine weite Flanke von rechts volley nahm und Haase keine Chance ließ. Nur zwei Minuten später die endgültige Entscheidung. Der Weidaer Keeper wehrte gegen Golovko ab, gegen den Nachschuss des nach Ehrenhain zurückgekehrten David Syhre war er machtlos. Weida wechselte dreimal, die mit Gelb belasteten Lätz und Wipf als Vorsichtsmaßnahme sowie Metzner verließen das Feld. An der klaren Niederlage änderte es nichts mehr.

Die Wirth- Elf zeigte viele gute Ansätze, geriet aber durch den umstrittenen Elfmeter in Rückstand, hatte Großchancen zum Ausgleich.

Cleverer waren die mit 6 Vertragsspielern angetretenen Ehrenhainer mit ihrer Zweikampfstärke und Robustheit. Für Weida folgen nach dem Pokalspiel in Kahla zwei äußerst schwere Heimpartien gegen Martinroda und Geratal.

Ehrenhain: Fleissner; Müller, Knutas, Döring, Rentzsch (81. Lutz), Syhre (87. Hiller), Bethke, Golovko, Korent, Dolezal, Zerrener (82. Himstedt)

Weida: Haase; Wipf (75. Jahn), Henze, Schumacher, Kolnisko, Leutloff, Lätz (63. Zschäck), Metzner (81. Wetzel); Nick Pohland, Seibt, Urban

Torfolge: 1:0 Döring (15.; Foulelfmeter); 2:0 Knutas (72.); 3:0 Syhre (74.)

Schiedsrichter: Sebastian Blasse (Erfurt)

 

Weida, den 12.08.2018 Volker Georgius / Foto: Th. Gorlt

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