HALBZEITFÜHRUNG REICHT NICHT ZUM WEITERKOMMEN

HALBZEITFÜHRUNG REICHT NICHT ZUM WEITERKOMMEN

Schlechte Chancenverwertung spielentscheidend

BSG Chemie Kahla – SG FC Thüringen Weida  3:1 (0:1)

Wie schon in der letzten Saison beim 1:2 in Zeulenroda schied die SG FC Thüringen Weida auch in diesem Spieljahr in der 1. Runde des Thüringenpokals aus, diesmal mit 1:3 bei der BSG Chemie Kahla. Der Gastgeber spielte mit den Topzugängen Enkelmann, Bahner und Kretzer in der Anfangsformation. Im Tor stand Mike Keilwerth, der am Spieltag seinen 45. Geburtstag feierte. Bei Weida war keiner der vier etatmäßigen Torhüter einsatzbereit. Haase und Hirsch (Verletzung); Ernst (Arbeit) und Penzel (Ausland) standen nicht zur Verfügung. So hütete, wie schon zweimal in  der Vorsaison, Co- Trainer Hendrik Pohland das Weidaer Tor.

In der 1. Halbzeit hatten die Weidaer das Spiel klar im Griff, mussten aber zwingend mehr als ein Tor erzielen. Nach einem Zweikampf zwischen Torwart Keilwerth und Nick Pohland sprang der Ball in die Mitte zurück. Manuel Seibt schoss sofort, aber über das Tor. Dann scheiterte Tim Urban in aussichtsreicher Position am Kahlaer Keeper, der Nachschuss von Lätz ging vorbei. Eine Kopfballrückgabe der Kahlaer verfehlte der Schlussmann, Urban beförderte den Ball ins leere Tor zur Weidaer Führung- 0:1 (20.). Der Kahlaer Hüter wehrte noch vor der Pause gegen Lätz und Urban ab, so stand es beim Halbzeitpfiff nur 1:0 für Weida.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn wie aus heiterem Himmel der Ausgleich durch einen Sonntagsschuss von Maximilian Enkelmann, der aus 25 Metern ins Weidaer Tordreieck traf. Hendrik Pohland war gegen diesen Hammer machtlos. Es dauerte  nicht lange und die Kahlaer, die nun sichtlich Auftrieb bekamen, hatten das Spiel gedreht. Einen weiten Pass auf die linke Seite konnten die Weidaer weder per Kopf noch im anschließenden Laufduell klären, Olenberg passte in die Mitte und Robert Winkler verwandelte freistehend.Weida musste nun alles nach vorn werfen und tat dies auch. Gerold und Wipf kamen für Metzner und Lätz, in der Schlussphase noch Hörnig für Kolnisko. Schumanns Freistoß landete in der Mauer, der Nachschuss wurde geblockt. Nach Gerolds Solo bis an die Grundlinie gab es Eckball, Seibt zielte aufs kurze Eck, Keilwerth wehrte ab. Nach Seibts nächstem Freistoß Rückpass von Kolnisko und Direktschuss von Nick Pohland über das Tor. Seibt und Urban erzielten Abseitstore, bei Urbans Treffer war keine strafbare Position erkennbar. Nach Gerolds Freistoß lag Keilwerth am Boden, aber der Ball nicht im Tor. Urban schoss aus 16 Metern, Keilwerth klärte im kurzen Eck. Dann war wieder Urban durchgebrochen, wollte aber noch in die Mitte ablegen, Seibt verpasste. In der umfangreichen Nachspielzeit durch die ständigen Kahlaer Spielverzögerungen dann die Entscheidung. Nach einem Konter in die entblößte Abwehr liefen zwei Kahlaer allein auf das Tor zu und Bahner traf zum 3:1. Eine umkämpfte Partie mit 8 Gelben Karten, der Schiedsrichter trug nicht zur Beruhigung des Spiels bei.

Erneut eine unnötige Niederlage der Weidaer wie schon in Ehrenhain, denn wiederum war der Gegner spielerisch nicht stärker, verwertete aber die sich bietenden Tormöglichkeiten. Weida kann sich nun voll auf die Meisterschaft in der Landesliga konzentrieren,und das ist auch notwendig, denn mit Martinroda und Geratal gastieren an den nächsten beiden Wochenenden zwei Spitzenmannschaften auf dem Roten Hügel.

Kahla: Keilwerth; Michael Winkler, Kabelitz, Bahner, Enkelmann, Robert Winkler, Olenberg, Thielemann (76. Stahl), Breuer, Hort, Kretzer (72. Eberhardt)

Weida: Hendrik Pohland; Schumann, Raffel, Schumacher, Kolnisko (86. Hörnig), Leutloff, Lätz (57. Gerold), Seibt, Nick Pohland, Metzner (57. Wipf); Urban

Torfolge: 0:1 Urban (20.); 1:1 Enkelmann (50.); 2:1 Robert Winkler (57.); 3:1 Bahner (90.+2)

Schiedsrichter: Mark Hebestreit (Weimar)

Zuschauer: 101

 

Foto: Kahlas Robert Winkler bleibt an Weidas Tibor Schumacher hängen.

 

Weida, den 19.08.2018 Volker Georgius / Foto. Th. Gorlt

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