Grüße an den Bürgermeister und an Türmi aus Erfurt

Grüße an den Bürgermeister und an Türmi aus Erfurt

„Wie viele Spieler kennst du denn von Rot-Weiß?“

Von Manfred Malinka

Erfurt/Gera. Na, das war doch mal was! Bei der Aktion „Heimspielkids.de“ des FC Rot-Weiß Erfurt gewannen die F-Junioren des FC Thüringen Weida einen Besuch des Drittligaspiels FC Rot-Weiß Erfurt gegen Holstein Kiel und durften die Spieler des Gastgebers an der Hand auf den Rasen begleiten.

Aber nicht nur die Aktion Einlaufkids waren der Höhepunkt des Erfurts-Besuchs, sondern auch alle anderen Aktivitäten drumherum, die Thüringer Energie organisiert hatte. Mit einem Bus des FC Rot-Weiß Erfurt wurden die sieben- und achtjährigen Fußballer nebst Eltern und Großeltern am Spieltag in Weida abgeholt und bekamen schon bei der Abfahrt einen Schal des Drittligisten vom Vereins-Vorsitzenden überreicht. Auf der Fahrt erfuhren die 35 Weidaer schon eine Menge über den zu besuchenden Verein und über den Tagesablauf. Im Steigerwaldstadion Erfurt durften dann die Kabinen angeschaut und erste Kontakte mit den Spielern aus Kiel und Erfurt geknüpft werden. Die Weidaer Jungs um Kapitän Nick Glaser wussten bis eine Stunde vor dem Spiel nicht, mit welchem Team an der Hand sie einlaufen würden. Erst durch einen Münzwurf wurde das entschieden und da hatten die Weidaer Glück, dass die Wahl auf Rot-Weiß fiel. Auch wenn der Weidaer Kapitän auf die Frage des Stadionsprechers Tom Bertram: „Wieviele Spieler kennst du denn von RWE?“ geantwortet hatte: „null!“ Der Stimmung in der Weidaer Delegation tat das keinen Abbruch. Stolz wie Bolle führte dann jeder Weidaer Nachwuchskicker der Jahrgänge 2006 und 2007 einen Erfurter Drittligaspieler auf den Rasen des Steigerwaldstadions. Oder war es eher umgekehrt? Die Eltern hatten inzwischen auf der überdachten Familientribüne Platz genommen und winkten ihren Schützlingen zu. Nach dem Einlaufen in den schmucken Trikots der Weida-Bambini verfolgten die Kinder gemeinsam auf der Tribüne das Fußballspiel und lernten nun auch den einen oder anderen Kicker kennen. Nick wusste nun mittlerweile auch den Namen des RWE-Torwarts, weil er mit diesem zusammen eingelaufen war: Philipp Klewin. Fast 5000 Zuschauer hatten ihn und seine Teamkameraden der letztjährigen Bambini-Mannschaft dabei gesehen. Eine halbe Stunde nach dem Erfurter 3:2-Sieg ging es retour. Mit einer zünftigen Pressekonferenz im Bus mit improvisierten Trainern und SR-Beobachter klang der abwechslungsreiche Tag stimmungsvoll aus. Zu danken war das unvergessliche Erlebnis auch dem Weidaer Bürgermeister Werner Beyer, dem aus dem Stadion die besten Genesungswünsche und ein Gruß von „Türmi“ erreichen sollten. Dass der siebenjährige Paul Künnert nach der Reise sogar RWE-Fan wurde, war aus Erfurter Sicht noch ein positiver Aspekt.

 

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