Geschichte: 14. Mai 1933 || FC Thüringen Weida – 1. FC Nürnberg

Geschichte: 14. Mai 1933 || FC Thüringen Weida – 1. FC Nürnberg

13. und 14. Mai 1933: 1. FC Nürnberg (5-facher Deutscher Meister) spielt mit den Internationalen Stuhlfauth, Kalb, Reimann, Munkert, Oehm am Sonnabend, 13. Mai 1933 in Gera auf dem 04-Platz (Untermhaus, Schafwiesen) und am Sonntag, 14. Mai 1933 in Weida (Schützenplatz)

13. Mai in Gera: FC Thüringen Weida – 1. FC Nürnberg 3:4 (2:3 ) 0:1 Eilberger; 1:1 Selbsttor; 2:1 Müller; 2:2 Eilberger; 2:3 Reimann; 3:3 Beckert; 3:4 Eilberger

Die Gastspielreise des 1. FC Nürnberg nach dem Osterländer Gau war ein voller Erfolg. Wohl an die 5 bis 6000 Zuschauer waren befriedigt von der Spielweise der Norisleute in Gera und Weida am Sonnabend und Sonntag.

14. Mai 1933 in Weida: FC Thüringen Weida – 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0) 1:0 Safar; 2:0 Trinks

Der größte Triumph der Weidaer Fußballer Was wohl niemand geglaubt hatte, ist eingetreten. Mit 2:0 zogen die nürnberger gestern auf dem Schützenplatz den Kürzeren. Man glaubte erst an ein unentschiedenes Ergebnis. Doch in den letzten 10 Minuten erzwangen die Hiesigen zwei Tore. Und Gelegenheit zum Aufholen gabs für die Schwarz- Roten nicht mehr. Großer jubel belohnte den Sieg der Weidaer. Etwas ab fiel Kalb, der im Vorspiel das interesse mehr auf sich lenkte. Auch Stuhlfauth erhielt wenig Arbeit, gar zu gern hätte man mehr von ihm gesehen. Aber seine beiden Vorderleute nahmen ihm alles weg. Halbrechts und Linksaußen hoben sich aus den sonst guten Reihen der Nürnberger hervor. Und die Weidaer Spieler ? Ein jeder kämpfte vorbildlich und hatte Anteil am errungenen Siege. Jetzt kam der Endspurt ! Wer wird Sieger ? Fallen Tore ? Ja, sie fielen ! Safar schlug Stuhlfauth ! Wie: Uli 2 schießt, Stuhlfauth lenkt ab, Pauli ist da und sendet scharf ein. Großes Hallo ! Wird der Sieg gehalten ? Groh bekommt wieder zu tun. Dann schnelles durcharbeiten von Ulrich 2 und Trinks, zum zweiten Male musste der lange Heiner hinter sich greifen, 2 Minuten vor Schluss. Der technisch hochstehende Kampf war aus, die Niederlage des 1. FC war besiegelt. Das fußballglück hatte die Gäste aus der Noris in Weida verlassen. Im Eckenverhältnis hatte Weida mit 8:6 ein kleines Plus voraus.

Vom Glück konnten die Weidaer reden. Am ganzen Sonntag regnete es. Doch kurz vor Spielbeginn hatte der wettergott ein Einsehen und schloss für 2 Stunden seine Pforten. Trotz alledem war der Schützenplatz wieder dicht umsäumt von Freunden des edlen Fußballsports, über deren Köpfen erstmals die nationalen und Vereinsfarben wehten. Wohl alle sind auf ihre Kosten gekommen.

Weida spielte mit: Dillner; Bilke, Zapf, Schmidt, Schnell, Harthaus, Trinks, Müller, Ulrich 2, Beckert, Safar

Ersatz: Fietsch, Kummer, Panndorf, Polster, Fichtler

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