GERATALER AUSGLEICH IN DER NACHSPIELZEIT

GERATALER AUSGLEICH IN DER NACHSPIELZEIT

Weida gibt Sieg aus der Hand   Jagupov verpasst Torjägerkrone nur um einen Treffer

SG FC Thüringen Weida – Spielvereinigung Geratal   3:3 (2:0)

Vor dem Spiel wurden mit Jegor Jagupov, der zu Wismut Gera in die Oberliga wechselt, Steve Lippold, Anthony Mbuebue Kamambu und Sebastian Görler, der nach Leipzig verzogen ist, vier Weidaer Akteure verabschiedet. Auch Weidas Kassierer Peter Hübner, eines der ältesten Vereinsmitglieder, wurde für seine Arbeit gedankt. Damit noch nicht genug. Auch Schiedsrichter Sven Köhler aus Tanna absolvierte seine letzte Partie. Seine Weidaer Kollegen Nick Schubert und Steffen Läsker sowie Präsident Jupp Rungen nahmen die Verabschiedung vor.

Bei Weida stand zum zweiten Mal in dieser Saison Hendrik Pohland zwischen den Pfosten, der den 25m- Schuss von Paradies in der 10. Minute sicher hielt. Jegor Jagupov, der im Fernduell mit Martinrodas Benjamin Hertel um die Torjägerkanone kämpfte, verfehlte per Schrägschuss das Gerataler Gehäuse. Dann setzte sich Jagupov auf der linken Seite durch, startete bis zur Grundlinie, seine Eingabe verwertete Nick Pohland zur Weidaer Führung. Für die Gäste, die ihre Spielstärke voll nachwiesen, traf Maleße das Außennetz. Als Paradies David Thorwarth in der Mitte bediente, zeigte Hendrik Pohland gegen den Schuss aus Nahdistanz eine Glanzparade. Nach einer halben Stunde drang Christian Gerold von rechts in den Strafraum ein und wurde gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jagupov sicher zum 2:0. 10 Minuten vor der Pause scheiterte Geratals Fabian Paradies an der Querlatte.

In der 2. Halbzeit dominierte zunächst der Gast aus Geratal, der vehement um eine Resultatsverbesserung kämpfte. Mantliks Kopfball klärte Torwart Pohland mit der Faust, den Fernschuss von Heyer blockte Severin Wipf. Weida kam nun wieder besser in die Partie, die Abseitsfahne verhinderte Jagupovs zweiten Treffer. Gerold legte sich den Ball selbst vor, schoss aber knapp drüber. Wipf scheiterte an Torwart Kott. Dann gab es nach Foul von Leutloff an Bischof den zweiten Elfmeter, den der zur Pause eingewechselte Robin Keiner verwandelte. Jagupov hatte zunächst kein  Glück, als sein Heber am Pfosten landete. Dann kam er aber in der Mitte an den Ball und erzielte das 3:1, seinen 28. Treffer. Wenig später war er fast noch einmal erfolgreich, aber Kott hielt seinen Heber. Die letzten Minuten waren dann nicht die besten in der Weidaer Saison. Zunächst erzielte Hertel beim Martinrodaer 6:1 gegen Bad Langensalza sein zweites Tor und holte sich damit mit 29 Treffern die Torjägerkrone. Jagupov belegte mit nur einem Tor weniger Rang 2. 28 Tore in 28 Spielen, eine famose Leistung des leider scheidenden Weidaer Offensivspielers. Ein Flachschuss von Paradies brachte Geratal in der 89. Minute auf 3:2 heran. Die Gäste warfen nun alles nach vorn und waren in der 2. Minute der Nachspielzeit erfolgreich, als Jan Schmidts Kopfball unhaltbar im entlegenen Eck zum 3:3- Endstand einschlug. Sicher geglaubte 3 Punkte waren weg, aber Weida landete im ersten Spieljahr nach dem Aufstieg mit 42 Punkten auf einem guten 8. Platz, verlor in der Rückrunde nur dreimal und schoss mit 73 die drittmeisten Tore in der Landesliga. 12 Unentschieden, die meisten im Sechzehnerfeld, verhinderten eine noch bessere Platzierung.

Nach dem Spiel wurde die Spielvereinigung Geratal von Staffelleiter Sven Wenzel für Platz 3 mit den Bronzemedaillen geehrt und auf dem Roten Hügel startete die Saisonabschlussfeier.

Weida: Hendrik Pohland; Henze, Schumann, Raffel, Görler, Leutloff, Hörnig, Wipf, Nick Pohland, Jagupov, Gerold (74. Kamambu)

Geratal: Kott; Maleße (46. Keiner), Schmidt, Bärwinkel, Wollenschläger (35. Seyfferth), Heyer, Thorwarth, Kühne, Bischof, Mantlik, Paradies

Torfolge: 1:0 Nick Pohland (19.); 2:0 Jagupov (30.; Foulelfmeter); 2:1 Keiner (72.; Foulelfmeter); 3:1 Jagupov (80.); 3:2 Paradies (89.); 3:3 Schmidt (90.+2)

Schiedsrichter: Sven Köhler (Tanna)

Zuschauer: 155

 

Weida, den 17.06.2018 Volker Georgius

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