Geführt, zurückgelegen und doch noch gewonnen.

Geführt, zurückgelegen und doch noch gewonnen.

Weidaer Moral beim 4:3 Sieg gegen Saalfeld intakt

FC Thüringen Weida – FC Saalfeld 4:3 (1:0)

Der FC Thüringen Weida gewann auch das sechste Heimspiel in Folge, diesmal hing der Sieg aber am seidenen Faden. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams endete im Juni in Saalfeld 4:4, von diesem Resultat war man nach 90 abwechslungsreichen Minuten nicht viel entfernt. Beide Mannschaften hatten vom letzten Spieltag viel gutzumachen. Saalfeld unterlag Schott II mit 1:4, Weida verlor in Zeulenroda mit 3:6.

Weida hatte die erste gute Möglichkeit, Pohland legte auf Robin Pfeifer zurück, dessen scharfen 18m Schuss lenkte Torwart und Kapitän Jockiel aus dem oberen Eck. Der Gast versteckte sich nicht, an Nguyens Eingabe rutschten zwei Saalfelder haarscharf vorbei. Dann steckte erneut Nguyen durch, Tzaner und Smirat scheiterten nacheinander am sehr gut reagierenden Hendrik Penzel im Weidaer Tor. Nach einer halben Stunde setzte sich Thomas Hurt an der Grundlinie durch, seinen Schuss aus spitzem Winkel wehrte Jockiel ab. Dann bediente Brehm Smirat, aber wieder blieb Penzel Sieger. Zehn Minuten vor der Pause die Weidaer Führung. Einen Freistoß aus 25 Metern halblinke Position zirkelte Kapitän Nick Pohland ins obere Eck. Jockiel war noch mit den Fingern am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Turbulent dann die letzte Minute der 1. Halbzeit, Brehm traf die Querlatte des Weidaer Tores. Im Gegenzug bediente Hurt Pohland, der das kurze Eck verfehlte. Penzel hielt den Schuss von Nguyen.

Die 2. Halbzeit war dann spannend, abwechslungs- und Tor reich. Penzel lenkte Tzaners Schuss zur Ecke. Als Pohland auf Mirko Patzer Abtropfen ließ, startete der ein Solo von der Mittellinie, schwenkte im Strafraum nach innen, verschaffte sich freie Schussbahn und erzielte das 2:0 (48.). Das Spiel schien gelaufen, zumal Philip Berthold wenig später das 3:0 auf dem Fuß hatte, aber am Keeper scheiterte. Aber weit gefehlt, innerhalb von nur knapp 10 Minuten drehte Saalfeld die Partie. Der nie zu stellende Mario Smirat lief am kurzen Pfosten in eine Ecke und köpfte ein, 2:1 (62.). Wenig später profitierte er von einem Weidaer Abwehrfehler, lief dann allein auf das Tor zu und vollendete, 2:2 (64.). Den nächsten haarsträubenden Abwehrfehler nutze Markus Klose zu einem Schuss von der Strafraumgrenze, 2:3 (70.). Die Saalfelder Führung hielt aber nur Sekunden. Vom Anstoß weg drang der FC Thüringen in den Strafraum ein, Pohland legte auf Thomas Hurth ab, dessen Schuss einschlug, 3:3 (71.). Weida wollte nun mehr, Jockiel lenkte Hurts schönen Freistoß zur Ecke. Bertholds Versuch nach Vorarbeit von Jan Wanitschka wurde geblockt. Dann war wieder Saalfeld an der Reihe, Zweimal rettete Penzel gegen den allein vor Ihm auftauchenden eingewechselten Deike. Zehn Minuten vor Schluss die Entscheidung. Hurt setzte sich rechts durch, seine Eingabe verwertete Nick Pohland abgezockt zum 4:3 (80.), sein 19. Saisontreffer. Die Saalfelder Bank reklamierte vehement, wollte bei Hurt eine Abseitsstellung gesehen haben, aber ohne Erfolg, in der Nachspielzeit von 3 Minuten tauchte sogar Torhüter Jockiel vor dem Weidaer Tor auf, aber die Schüsse von Tzaner und Kaiser verfehlten das Weidaer Tor.

Ein Sieg der intakten Weidaer Moral, zumal die Hälfte der Spieler angeschlagen oder grippegeschwächt in die Parte gingen.

Volker Georgius

Fotos: Thomas Gorlt

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