ERSTER HEIMPUNKT FÜR WEIDA

ERSTER HEIMPUNKT FÜR WEIDA

Turbulente 2. Halbzeit auf dem Roten Hügel

SG FC Thüringen Weida – SG Glücksbrunn Schweina 3:3 (1:1)
Nach dem klaren 5:0- Sieg in Ohrdruf am letzten Sonntag wollte die SG Weida/ Wünschendorf gegen die einen Platz vor den Osterburgstädtern liegende SG Glücksbrunn Schweina nachlegen und den ersten Heimsieg verbuchen. Nach spannenden 90 Minuten reichte es aber nur zum ersten Heimpunkt.

Zunächst ein Abtasten beider Mannschaften, die noch nie gegeneinander gespielt hatten. Mit dem ersten schönen Angriff ging Weida in der 8. Minute in Führung und erzielte einen sehenswerten Treffer. Jagupov spielte Lukas Szudra auf der linken Seite frei, der erlief den Ball vor der Grundlinie. Seine Flanke erreichte den in der Mitte lauernden Robert Böhme, der noch einen Gegner ausspielte und mit sattem Schuss vollendete. Weida war nun bis zur 40. Minute das dominierende Team, versäumte es aber, den Vorsprung auszubauen.Böhme wurde nach Jagupovs Eingabe geblockt, dann retteten die Schweinaer nach erneuter Vorabeit von Jagupov vor dem anstürmenden Hörnig. Szudra schoss knapp am kurzen Eck vorbei, dann klärte Heger vor dem einschussbereiten Szudra. Fünf Minuten vor der Pause ein Foul der Weidaer 18 Meter vor dem Tor in zentraler Position. Den Freistoß von Grob wehrte die Weidaer Abwehrmauer mit dem Kopf ab. Noch vor der Pause glichen dann die bis dahin außer dem Freistoß chancenlosen Gäste aus. Kapitän Schellenberg war urplötzlich im Strafraum frei, konnte mit Dawood ungestört kombinieren, flankte nach innen und Sheikh Dawood köpfte ein.

In der 2. Halbzeit sahen die 113 Zuschauer bei bestem Fußballwetter ein torreiches Spiel. Zweimal nahm zunächst Dawood Maß. Seine 25m- Schuss lenkte der erstmals wieder haltende Hendrik Penzel zur Ecke, dann schoss er knapp am Tor vorbei. Weida antwortete prompt. Jegor Jagupov traf das Außennetz. Dann flankte er auf den freistehenden Szudra, der von halbrechts schoss, aber die Schweinaer retteten auf der Torlinie. Nach Weidaer Abwehrfehler schoss erneut Dawood vorbei. Nach einer Stunde traf Böhme ins Tor, allerdings aus Abseitsposition. Zehn Minuten später die
erneute Weidaer Führung. Hörnig erkämpfte den Ball, Ronny Kolnisko flankte und Böhme traf am langen Pfosten stehend zum 2:1. Aber wie gewonnen so zerronnen. Dawood lief wieder durch, legte in die Mitte ab und Schellenberg schob ein- 2:2 (72.). Fünf Minuten später hatten die Südthüringer die Partie gedreht. Wieder war der Raum in der Mitte sträflich frei, das nutzte David Arnold zu einem platzierten Schuss, und es stand plötzlich 2:3. Dann ein erneutes Abseitstor von Böhme, das Signal zur Aufholjagd und der Ausgleich fiel noch. Der eingewechselte Sebastian Görler sprang nach einer Szudra- Ecke am höchsten und köpfte zum 3:3- Endstand ein. Das zweite Saisontor des Ur- Weidaers, der schon in Weimar getroffen hatte. Den letzten Schuss von Böhme hielt Torwart Kallenbach. Dann pfiff der ansonsten sehr gut leitende Schiedsrichter Markus Drobe aus Hermsdorf nach 89:52 Minuten ab, obwohl es vier Wechsel und Verletzungspausen gegeben hatte, was vor allem die Weidaer Spieler und ihr Anhang keineswegs verstehen konnten.

Nach einer turbulenten 2. Halbzeit war es der erste Heimpunkt für Weida in der Thüringenliga. Das Vorhaben, Schweina in der Tabelle zu überholen, misslang aber.

Weida: Penzel; Henze (65. Nick Pohland), Diepold, Lippold (78. Görler), Kolnisko, Raffel, Schumann, Hörnig, Szudra, Böhme, Jagupov
Schweina: Kallenbach; Roth, Kley (84. Stefan Fischer), Patrick Fischer, Schellenberg, Schmidt, Sheikh Dawood, Arnold, Grob, Hammer, Heger
Torfolge: 1:0 Böhme (8.); 1:1 Sheikh Dawood (42.); 2:1 Böhme (70.); 2:2 Schellenberg (72.); 2:3 Arnold (76.); 3:3 Görler (86.)
Schiedsrichter: Markus Drobe (Hemsdorf)

Zuschauer: 113

Weida, den 24.09.2017 Volker Georgius

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